"Ich war der Klügste"

Musik. Ian McCulloch, als Sänger von Echo & The Bunnymen unbelohnter Held der Achtziger, blickt zurück im Zorn.

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

Revival hin oder her. So mancher, der die Achtziger selbst miterlebt hat, wird seine Erinnerungen an die Epoche in ihrer neu aufgekochten Inkarnation weder modisch noch musikalisch wiederfinden. Die Achtziger hatten in Wahrheit natürlich mehr als nur ein Gesicht: Neben Neonfarben und Popperwellen gab es da etwa die längst vergessene Option, in langen schwarzen Mänteln herumzulaufen und Gitarrenbands zu hören, die sich selbst sehr ernst nahmen. Der historische Wert dieser vom Revival geflissentlich übersehenen Seite der Eighties ist kaum zu verleugnen.

Während sich ein Großteil des "typischen" Achtziger-Pop immer noch nur mit Ironie konsumieren lässt, fungierten Echo & The Bunnymen schon Anfang der Neunziger als direktes Vorbild für die nächste Generation des gitarreschwingenden Genres. Kurt Cobain würdigte den Einfluss ihrer neopsychedelischen Klänge auf Nirvanas Grunge-Sound, und Ian McCulloch, der Sänger der Bunnymen, sah zu seinen Glanzzeiten aus wie der Prototyp eines Liam


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