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Theater. Die neuen Schauspielhausleiter, Airan Berg und Barrie Kosky, präsentierten ihre Pläne für einen Ort des "Kunstdialogs", der viele Sprachen spricht.

Kultur | Karin Cerny | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

Angeblich kennt ihn im sonnigen Australien jeder Taxifahrer, in Wien ist er zumindest als Regisseur der große Unbekannte: Barrie Kosky, Jahrgang 1967, wurde mit nur 26 Jahren künstlerischer Leiter des australischen Mehrsparten-Festivals Adelaide - nach Edinburgh das größte dieser Art. Blättert man im Internet ein bisschen in australischen Zeitungen, bekommt man schnell den Eindruck, dass in Down Under ein ziemlich konservativer Theatergeschmack herrscht und Kosky der einzige wilde Hund ist, der weiß, was Regietheater ist. Australiens "one-man avantgarde" wird er genannt, für manche sei er das "Genie des australischen Theaters" für andere wiederum "just a naughty boy". Welche Rolle Barrie Kosky in Wien spielen wird, davon kann man sich im kommenden Theater-Herbst einen ersten Eindruck machen.

Kosky, der am 11. März gemeinsam mit dem Figurentheater-Fachmann Airan Berg (Theater ohne Grenzen, Festival "Die Macht des Staunens") in der Nachfolge von Hans Gratzer zum Leiter des Schauspielhauses


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