"Lehnen uns nicht zurück"

Kulturpolitik. Seit einigen Wochen ist Andreas Mailath-Pokorny neuer Wiener Kulturstadtrat. Im Gespräch mit dem "Falter" spricht er über seine dringlichsten Vorhaben, über Altlasten, Ausschreibungen und Konflikte mit dem Bund.


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

Nach Wochen der Spekulation um die Nachfolge von ÖVP-Kulturstadtrat Peter Marboe entschied sich Bürgermeister Michael Häupl Ende April für den logischen Kandidaten und holte den 41-jährigen Andreas Mailath-Pokorny in sein Team. Davor leitete der studierte Jurist und Politikwissenschaftler die Kunstsektion im Bundeskanzleramt, hatte aber nach dem Regierungswechsel unter seinem neuen Chef, Kunststaatssekretär Franz Morak, wenig zu lachen und noch weniger Bewegungsfreiheit. Sein neuer Job eröffnet ihm nun wieder größere Handlungsspielräume, verlangt ihm aber auch diplomatisches Fingerspitzengefühl und politischen Professionalismus ab: Um seinen Ex-Chef Morak wird er bei gemeinsamen Vorhaben von Stadt und Bund nicht herumkommen.

Falter: Sie haben vor einigen Wochen den Job des Chefs der Kunstsektion im Bundeskanzerlamt gegen den des Wiener Kulturstadtrates getauscht. Was ist denn der auffälligste Unterschied?

Andreas Mailath-Pokorny: Die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen, und

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