Der totale Wahnsinn

Kunst. In der Secession errichtete der Wiener Künstler Hans Weigand sein bisher größtes Kunstwerk und schickt den Besucher auf eine Reise durch dreißig Jahre Popularkultur.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

Orientierungslos irrte ein Kunststudent Anfang der Achtzigerjahre mit einer amerikanischen Reisegruppe durch die Gassen des Textilviertels im ersten Wiener Bezirk - auf der Suche nach dem Stephansdom. Als die Truppe schließlich die Universität am Schottenring erreichte und eine gotisch wirkende Kirche auftauchte, zögerte er nicht lange, deutete auf die Votivkirche und erklärte mit ernster Stimme: "This is the St. Stephen's Dome." Ein heftiges Murren war die Antwort. "Als wir dann zwei Stunden nach dem Ende der Besuchszeit zum Schloss Schönbrunn kamen, sind einige Amis in Tränen ausgebrochen", sagt der heute 47-jährige Wiener Künstler Hans Weigand. "Kurz gesagt, es war der totale Wahnsinn."

Diesen Wahnsinn, der selten zum eigentlichen Ziel, immer aber zu produktiven Verwirrungen führt, hat der aus Hall in Tirol stammende Weigand im Laufe seiner dreißigjährigen Laufbahn als Rockmusiker, Allroundkünstler und Nightlife-Experte zur Methode gemacht. Dass ihm nunmehr in der Secession


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