Möchtegern-City

Architektur. Sie wäre so gerne schick und architektonisch einzigartig. Eine Heimstatt für die Erfolgreichen von morgen: Doch die neue Gasometer-City in Simmering ist nur eine nette Neubausiedlung geworden.

Julia Ortner (Text) und Katharina Gossow (Fotos) | Stadtleben | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

Die spiegelglatten Metallfassaden glänzen in der Sonne. Kühl, fotogen. Das einfallende Licht erhellt den Innenhof - bis in die letzte Ecke. Der vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel umgebaute Gasometer A wird bei Besichtigungen besonders gerne hergezeigt. Genauso wie die große Dachterrassenwohnung mit dem atemberaubenden Blick über das gesamte umliegende Industriegebiet, bis hin zum grünen Prater.

In den unteren Stockwerken muss man auf diesen Blick verzichten. Dafür ist man jedes Mal, wenn man aus dem Fenster in den Hof sieht, von blankem Metall umgeben. Der Versuch, etwas urbanes Lebensgefühl im tiefsten Simmering zu etablieren - wo es bisher nicht viel mehr als Industrie- und Gewerbehallen gab. Doch die neuen Wohnbauten in den Gasometern bringen kaum Schick und Urbanität in den Osten Wiens. Neubauten, die sich hinter historischer Bausubstanz verstecken müssen. Ähnlich wie im kürzlich eröffneten Museumsquartier.

Eine der künftigen Topadressen Wiens: So werden die umgebauten

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