Dirty job

Pferdescheisse. Die Fiaker-Kutscher zahlen endlich für die Straßenreinigung. Die MA 48 behauptet, ihren Job ordentlich zu machen. Warum liegt dann in der City so viel Scheiße herum?

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

Es war einmal ein roter Stadtrat, der sich um die wirklich wichtigen Probleme der Stadt gekümmert hat. Fritz Svihalek war es, der auch dafür gesorgt hat, dass die Fiaker-Pferde endlich diese Stadt nicht mehr ungezwungen vollapfeln. Dank dem neuen Fiakergesetz müssen ihre Herrln erstmals entweder für die Straßenreinigung zahlen oder ihren Tieren eine Pferdewindel, genannt Poo bag, verpassen. Zumindest dem Gesetz nach.

Warum liegt dann in der City eigentlich noch immer so viel Pferdescheiße am Kopfsteinpflaster herum? Sind es die braven Männer der MA 48 (Straßenreinigung) etwa müde, hinter den Pferden herzukehren? Mitnichten - meint zumindest Thomas Stähler, Leiter der Straßenreinigung. "Wir fahren von in der Früh an fast rund um die Uhr die festgelegten Fiaker-Routen ab." Für 1773 Schilling pro Gespann und Monat. Pro Jahr zahlen die Kutscher insgesamt 1,5 Millionen Schilling an die MA 48 - laut Stähler kostet die tatsächliche Reinigung jährlich allerdings bis zu zehn Millionen


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