Luziwuzis Leidenschaft

Homo-History. Die erste umfassende lesbisch-schwule Kulturgeschichte Österreichs ist anlässlich von Europride 2001 in Wien erschienen.

Stadtleben | Elisabeth Maria Klocker | aus FALTER 28/01 vom 11.07.2001

Wolfgang Förster, Tobias Natter und Ines Rieder haben eine Kulturgeschichte anderer Art zusammengestellt und damit endlich Licht auf verdrängte Kapitel der österreichischen Geschichte geworfen. Der thematische Bogen des Buches "Der andere Blick" reicht von der katholischen Doppelmoral des Habsburgerreiches bis zu aktuellen Bestrebungen lesbischer und schwuler Paare um rechtliche Gleichstellung. Dabei wird strafrechtliche Verfolgung von Lesben und Schwulen in Österreich ebenso thematisiert wie das Leben gleichgeschlechtlich liebender Frauen und Männer durch die Jahrhunderte.

Es dürfte kein Geheimnis sein, dass es gerade im Hause Habsburg immer wieder homosexuelle Tendenzen gab. Isabella von Parma etwa, die erste Gemahlin von Joseph II., war - so die Geschichtsschreibung - in dessen Schwester Erzherzogin Marie Christine verliebt, und diese Freundschaft ging so weit, dass sie diese ihrer Ehe vorzog. Kaiserin Elisabeths Sammlung der schönsten Frauen umfasste 2500 Abbildungen. Auch ihre


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