Zerstörung & Zuversicht

Kommentar. Allerhand wird dieser Tage zerschlagen. Echte Zerstörungsfreude aber mag kaum aufkommen.


Klaus Nüchtern
Vorwort | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

An der Stelle, an der Falter-Chefredakteur Armin Thurnher üblicherweise zur Zerschlagung auffordert, würde ich gerne Zuversicht verbreiten. Nicht dass Zuversicht und Zerschlagung an sich schon Gegensätze wären. In den letzten Wochen konnte ich lediglich das Gefühl nicht loswerden, dass entweder überhaupt das Falsche zerschlagen wird und dass das, was zerschlagen gehörte, unzerschlagen bleibt oder zumindest auf die falsche Weise zerschlagen wird. Kenn sich da noch einer aus!

Um die Zerschlagung oder Entflechtung des Mediamil-Komplexes kümmert sich jetzt jedenfalls Michael Krüger. Und wenn das kein Anlass zur Zuversicht ist, dann ist es zumindest eine hübsche Pointe, dass ausgerechnet der Kürzestjustizminister und nunmehrige FP-Mediensprecher als Anwalt der Tageszeitungen einen Antrag beim Kartellgericht und eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingebracht hat, um rückwirkend die Scheidung einer Ehe zu erreichen, deren Elefantenhochzeit seinerzeit von Krügers Parteifreund und

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