Kulturelle Visitenkarte

ORF-Gesetz. Die medienpolitische Debatte der letzten Wochen hat leider auf die Filmwirtschaft und den Kulturkanal vergessen.

Vorwort | Mercedes Echerer | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

So, jetzt haben wir das "versch(l)üsselte" Staatsfunkgesetz. Die neue "Kompetenzverteilung" zwischen Stiftungsrat und Generalintendant ermöglicht dem Stiftungsrat ein Eingreifen auf vielfältige Weise, sogar in die Programmgestaltung. Nach der letzten ORF-Reform kann also per Gesetz interveniert werden. Zugegeben, interveniert wurde immer, aber dass eine Regierung von Rechts wegen Einfluss auf das unabhängige Fernsehen ausüben darf, ist ein bedenkliches Novum. Dabei sollte "das Gesetz" vor allem eines gewährleisten: Wer immer auch dieses Land regiert, die Unabhängigkeit des ORF muss unangetastet bleiben. Im Laufe der hitzig geführten Diskussionen im allgemeinen Durcheinander von Petitionen, Resolutionen, angedrohten Klagen, unsachgemäßen Beschimpfungen und sachgemäßen Kommentaren während der letzten Monate sind zwei wichtige Themen in dieser Debatte untergegangen: die österreichische Filmwirtschaft und der Kulturkanal.

Nirgends in Europa funktioniert die Filmindustrie ohne öffentliche


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