Der Reservist

FPÖ. Abfangjäger, Beamtenabbau, mehr Rechte für Militärspitzel: Nach eineinhalb Jahren ruhiger Amtszeit stehen Verteidigungsminister Herbert Scheibner nun einige Bewährungsproben bevor. Ist Scheibner noch immer der beste FPÖ-Verbindungsmann zu allen Parteien oder doch nur ein blauer Feldwebel?

Politik | Gerald John und Nina Weissensteiner | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

Die Beine ließen Wachtmeister Scheibner nicht im Stich.Obwohl er sich vor dem langen Marsch kleinlaut gab. Einen Ausstieg nach zwölf Kilometern hatte sich Herbert Scheibner vorbehalten. Doch er hielt durch. Den ganzen "Marc-Aurel-Marsch". 40 Kilometer mit Gepäck durchs Nordburgenland. Die Truppe staunte. Verteidigungsminister Herbert Scheibner schreitet stramm voran. Nicht nur beim publicityträchtigen Eilmarsch des Ministers im Kreise seiner Kameraden. Mit zwanzig stieß der ehemalige Versicherungsmakler und Jusstudent zur FPÖ, neun Jahre später wurde er Generalsekretär, dann Wehrsprecher, Leiter der Bildungsakademie, Klubobmann der FPÖ. Mit 36 Jahren wurde er Verteidigungsminister.

Von allen blauen Ministern lernte Scheibner am schnellsten. FPÖ-Mitarbeiter - und das ist in Zeiten wie diesen selten - schwärmen von ihm. Als "angenehm", "gebildet" und "kultiviert" wird er gelobt. Anders als beim allein marschierenden Finanzminister Karl-Heinz Grasser etwa regt sich gegen Herbert


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige