Aus der Vogelperspektive

Sparen. Die zweite Managementberatung sucht nach Doppelgleisigkeiten im Wirtschafts- und Arbeitsministerium. Ist Bartenstein ein besonders gewissenhafter Reformer oder lässt er so lange prüfen, bis das gewünschte Ergebnis rauskommt?

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

Im Frühling kamen die Berater von Arthur Andersen Business Consulting ins Ministerium am Stubenring. Sie stellten Flip-Charts auf, zeichneten Organigramme, erläuterten ihre Vorstellung von einer modernen, kundenorientierten Verwaltung und diskutierten in Arbeitsgruppen mit den Beamten: Welche Aufgaben soll der Staat erledigen, was kann man ausgliedern? "Bottom up" heißt diese Arbeitsweise, bei der die Mitarbeiter in den Entscheidungsprozess eingebunden werden, in der Sprache der Manager. Für insgesamt rund 60 Millionen Schilling prüfte Andersen im Auftrag des Bundeskanzleramtes sämtliche Ministerien auf Einsparungspotenziale. Nun, im Sommer, laufen schon wieder Berater durch die Gänge des Ministeriums. Diesmal kommen sie vom Management Zentrum St. Gallen. Sie arbeiten in einem "Top-down-Prozess", aus der "Helikopter"-Perspektive, wie Minister Martin Bartenstein seinen Mitarbeitern am 21. Mai in einem internen Schreiben mitteilte. Das heißt: Es werden die Überlegungen nicht erst


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