Freizeit-Tipp von rechts

Rechtsextremismus. Die rechtsextreme Landsmannschaft, in der führende Wiener FPÖ-Politiker tätig sind, lud in ihrer Zeitung zu einem Aufmarsch deutscher Neonazis.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

Gleich neben der Ankündigung eines beschaulichen "Blockflötenmusik"-Abends in der Ruprechtskirche findet sich noch ein kleiner Freizeit-Tipp: Der "9. Trauermarsch" wird da fett angekündigt. "In Zittau wird der jährliche Trauermarsch zum Andenken an den von einem Ausländer ermordeten Holger Müller stattfinden." Nähere Auskunft wird unter einer deutschen Nummer erteilt.

Der Veranstaltungskalender der Juli/August-Ausgabe des aktuellen Eckartboten. Die Monatszeitschrift für deutsche Kultur ist das offizielle Organ der Österreichischen Landsmannschaft. Der "Schutzverein" ist laut Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus "eine rechtsextreme Organisation, die vor allem im publizistischen Bereich beträchtliche Aktivitäten setzt und aufgrund ihrer ideologisch-kulturellen Tätigkeit eine wichtige Integration für das deutschnationale und rechtsextreme Lager erfüllt".

Doch zurück nach Deutschland, zu dem seltsamen "Trauermarsch": Seit 1997 nehmen alljährlich 300 Leute im deutschen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige