"Nicht einmal Klopapier"

Gefängnis. Nun wollen Parlamentarier Licht ins Dunkel der "Korrektionszellen" von Stein und der fünf Todesfälle bringen. Medien müssen draußen bleiben.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

Nein. Der Falter darf hier nicht hinein. "Sie sind eine Gefährdung der Sicherheit dieses Hauses. Auf Wiedersehen!", meint Stein-Anstaltsleiter Johann Hadrbolec. Nach Rücksprache mit dem Justizministerium wurde das Falter-Team vergangene Woche aus der Anstalt komplimentiert. Die grüne Justizsprecherin Therezija Stoisits hatte sich mit drei Begleitern (darunter zwei Falter-Reporter) zu einem Lokalaugenschein angemeldet, um endlich jene Zellen zu sehen, in denen Häftlinge nackt untergebracht werden. Die Anstaltsleitung jedoch wollte der Öffentlichkeit den Keller der Anstalt wiederum nicht zeigen. Wie Anfang Juni, als dem Falter ein Lokalaugenschein jener Zelle, die die Häftlinge als "Saunazelle" bezeichnen, verweigert wurde - mit der seltsamen Begründung, dass "man nichts zu verbergen habe".

Nachdem die Journalisten abgezogen waren, unternahm Stoisits zusammen mit den Abgeordneten Werner Miedl, ÖVP, und Jutta Wochesländer, FPÖ, einen Besuch in den "Korrektionszellen" im Keller der


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