Kommentar: Holt Frank Castorf ans Volkstheater!

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

Die bunten Zündholzschachteln, die im Foyer der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz verteilt werden, gehören zu den einfachen, aber wirkungsvollen Marketingmaßnahmen einer Bühne, die in den vergangenen neun Jahren das radikalste, eigensinnigste und beste Theater des deutschen Sprachraums gemacht hat. Mit Inszenierungen von Christoph Marthaler, Andreas Kriegenburg oder Christoph Schlingensief, vor allem aber mit den Arbeiten von Intendant Frank Castorf selbst hat die Volksbühne bewiesen, dass man auch in einer eher theaterskeptischen Stadt wie Berlin und für generell theaterabstinente Publikumsschichten erfolgreich Theater spielen kann, ohne sich anzubiedern.

Das alles ist eigentlich nichts Neues. Ich erwähne es nur, weil ich im Foyer des Wiener Volkstheaters am Freitag vergangener Woche zwei Packungen Volksbühnen-Zündhölzer eingesteckt habe: Die ebenfalls an der Volksbühne beheimatete Tanztheatertruppe des Auslandsösterreichers Johann Kresnik gastiert(e) beim Festival

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