"Es ist eh nur ein Krimi"

Literatur. Wolf Haas' jüngster Krimi "Wie die Tiere" spielt unter Wiener Menschen- und Hundemördern. Der "Falter" sprach mit dem erfolgreichen Autor über dessen Vergangenheit als Werber, über eine Witzfigur der FPÖ, über das Ableben von Detektiv Simon Brenner und über die Sexyness von Zahnlücken.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

Als Treffpunkt schlägt Wolf Haas das Cafe Awawa im Augarten vor. Man hat dort seine Ruhe und einen schönen Blick auf den Flakturm, das Epizentrum des jüngsten, Ende Juli erscheinenden Simon-Brenner-Krimis "Wie die Tiere". Detektiv Brenner sucht um Frühpensionierung an und muss sich einiges gefallen lassen, bevor er dem Tod noch einmal entgeht, der ihn dann im nächsten und letzten Brenner-Krimi vielleicht endgültig ereilen wird. Neben dem dreisten Action-Finale auf dem Flakturm besticht "Wie die Tiere" durch Haas' viel gepriesene, "durchkomponierte, artifizielle Alltagssprache" (Franz Schuh) und den durch sie generierten Witz.

Nach "Auferstehung der Toten" (1996), "Der Knochenmann" (1997), "Komm, süßer Tod" (1998) und "Silentium!" (1999) ist "Wie die Tiere" der nunmehr fünfte Roman, in dem Brenner ermittelt. In der Verfilmung "Komm, süßer Tod" von Wolfgang Murnberger wird er von Josef Hader verkörpert. Bevor Wolf Haas zum Erfolgsschriftsteller wurde, war er erfolgreicher Werber.


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