Aufgeblättert

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

In Internet-Chatrooms schleicht sich ein äußerst sprachbegabtes und charmantes Wesen in die Köpfe flirtwilliger Surfer ein. Die Treffen mit ihm in der echten Welt jedoch verlaufen weniger angenehm und die scheinbar zu Liebeszwecken vorbestellten Hotelzimmer werden zu Schauplätzen brutaler Morde. Der Spiegel-Journalist Thomas Tuma erzählt in der dicht gestrickten Krimi-Handlung seines Romandebüts "Tödlicher Chat" vom quer durch Deutschland wütenden "Netzkiller". Im Zentrum des Romans stehen: Benno Melander, der als Teil eines Internet-Spezialteams der Polizei nach dem Mörder sucht; Marc Pohl, ein recht erfolgloser Klatsch-Reporter, der in der Mordserie die Geschichte seines Lebens erkennt dessen Sekretärin Anna Hofmann, die ihn als erfahrene Chatterin in die Geheimnisse dieser Kommunikationsform mit Suchtgefahr einweiht. Und natürlich der "Netzkiller" selbst. Der jedoch bleibt seltsam ungreifbar.

Ein Umstand, der mit Fortdauer der Handlung den Verdacht aufwirft, dass er tatsächlich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige