Nur kein Disneyland

Parkanlagen. Schönbrunn soll eine Erlebnisoase mit historischem Charme werden, der Augarten wird in den historischen Zustand zurückversetzt. Die k.-&-k.-Parkanlagen der Stadt wollen noch mehr Touristen anziehen. Und was ist mit den Wienern?

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

Sie sind sehr weiß, sehr streng erzogen und sehen sehr adrett aus. Das gefällt den Besuchern aus Übersee. Sie erinnern an die Kaiserzeit, als alles noch irgendwie besser war. An Sisi, Franz Josef und den ganzen k.-&-k.-Glamour. Unmengen von Touristen drängen sich jedesmal in der spanischen Hofreitschule, wenn die Lipizzaner brav ihr Programm heruntertraben. Weiße Pferde plus Hofburg: ein Erfolgsprogramm. Wie anziehend müssten dann erst weiße Pferde plus Schloss Schönbrunn sein?

Das hat sich auch Roland Rainer überlegt. Der Architektur-Doyen und ehemalige Ober-Stadtplaner Wiens würde die weißen Pferdchen gerne auf großzügigen Rasenflächen in Schönbrunn sehen. Lipizzaner vor der Kulisse der Gloriette ist allerdings nur einer der Vorschläge, die Rainer sich für seine Studie zur Neugestaltung Schönbrunns ausgedacht hat. Kernpunkt des Plans, den die Schönbrunn Betriebsgesellschaft in Auftrag gegeben hat: Das Areal des Weltkulturerbes soll in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt


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