Tier der Woche: Wurmstichig


Peter Iwaniewicz
Stadtleben | aus FALTER 29/01 vom 18.07.2001

Bei RTL geht es in der Früh als Erstes darum: Haben wir eine schöne Tiergeschichte", kritisierte Robert Hochner im Falter-Interview die Einstellung des Medienriesen. Ich halte dies natürlich nicht für tadelnswert, sondern bin in diesem Fall ganz auf der Seite des Medienmoguls und setze die Sommerserie über unbekannte Tiere im touristischen Ausland mit dem Medinawurm (Dracunculus medinensis) fort. Bemerkenswert an diesem Tier ist, dass es nur wenige Millimeter dünn, aber fast einen Meter lang wird. Erwähnen sollte man auch noch, dass dieser Wurm im Menschen, direkt unter der Hautoberfläche, wühlt. 1947 waren weltweit noch 48 Millionen Menschen mit diesem Parasiten infiziert. Zwischenwirte sind winzige Schalenkrebse, die in kleinen Gewässern Asiens und Afrikas vorkommen. Trinkt man dieses Wasser, dann gelangen die Larven über den Verdauungstrakt und die Lymphe in die Extremitäten, wo sie die tieferen Hautschichten durchwandern und sich entwickeln. Sind die weiblichen Würmer nach

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