Neuer Protest

Ausland. Genua zeigte die Breite der neuen Jugendbewegung. Es wäre töricht, sie zu unterschätzen.


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 30/01 vom 25.07.2001

Von der Vorstellung, dass Grenzkontrollen und Leibesvisitationen, Polizeisperren und Tränengas, gut dosiert und richtig eingesetzt, geeignet sind, den führenden Staats- und Regierungschefs die ersehnten Gipfeltreffen in Ruhe und Würde zu sichern, muss man sich wohl endgültig verabschieden. Wie hat man sich doch vor bald zwei Jahren über den Polizeichef von Seattle lustig gemacht, als der die Sprengung der Tagung der Internationalen Welthandelsorganisation durch die ersten, damals noch völlig überraschenden Antiglobalisierungsdemonstrationen nicht zu verhindern vermochte: Die amerikanische Polizei weiß halt nicht, wie man mit Demonstranten umgeht, lauteten die hämischen Kommentare. Es folgten die Straßenschlachten von Prag, Davos und Stockholm mit den bösen Folgen für die Reputation internationaler Gipfeltreffen jeder Art. Jetzt hat ausgerechnet die italienische Polizei, geführt von einer rechten Law-and-Order-Regierung und stolz auf ihr Know-how im Straßenkampf, das allergrößte

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