Ransmayr nach N.Y.

Auslandskultur. Die staatsrepräsentative Kulturpolitik ist obsolet geworden, Österreich könnte die meisten Kulturinstitute zusperren.

Vorwort | Gerald Matt | aus FALTER 30/01 vom 25.07.2001

War da nicht was? Vor wenigen Monaten noch gab es eine erregte Debatte um die Schließung des Österreichischen Kulturinstitutes in Paris. Gleichzeitig wurde eine glanzvolle Eröffnung des ambitionierten Neubaues des Kulturinstitutes in New York in Aussicht gestellt. Inzwischen ist es um Paris und New York ruhig geworden. Paris wurde dichtgemacht, New York wieder einmal verschoben, und die Auslandskultur, deren Neuorientierung man in diesem Zusammenhang immer wieder eingefordert hat, ist ungeordnet wie eh und je.

Ein guter Zeitpunkt also, um diese saure Gurke wieder einmal aus dem Glas zu holen. Erinnern wir uns an Paris: Noch im März galt ein Apriori, das von den verantwortlichen Politikern wie ein Mantra ständig wiederholt wurde: Kein Geld, wir müssen sparen, sparen, sparen! Dabei drängt sich eine Frage auf: Wie ist es möglich, dass kulturelle Infrastrukturen, die in Zeiten geschaffen wurden, als die ökonomischen Rahmenbedingungen auf keinen Fall besser waren als heute, plötzlich


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