Konsumraum für Wien?

Drogen. Die Zahl der Toten steigt. Sozialarbeiter fordern nun, die Lage der Drogenpatienten weiter zu verbessern. Mit neuen Übernachtungsstellen, besserem medizinischem Angebot und "Konsumräumen" für Süchtige.


Florian Klenk
Politik | aus FALTER 30/01 vom 25.07.2001

Einmal im Jahr interessiert sich die Öffentlichkeit besonders für Drogentote. Immer wenn der Innenminister die neue Drogenstatistik vorliest, gibt es vermeintlich aussagekräftige Fakten: "Zahl der Drogentoten steigt", vermeldeten die Zeitungen vergangene Woche. Im Jahr 2000 starben 227 Menschen an den Folgen von illegalem Drogenkonsum. 63 mehr als im Vorjahr. Schuld daran, so Innenminister Ernst Strasser, seien die neuen Designerdrogen sowie die Folgen von langfristigem Missbrauch. Fast alle Experten sind sich allerdings einig: Die Zahl der Drogentoten sagt über die Zustände in der Drogenszene nicht viel aus.

Gerhard Schinnerl (Leiter des Vereins Wiener Sozialprojekte), Margit Putre (Leiterin der Drogenberatungsstelle "Ganslwirt") und Hans Haltmayer (ärztlicher Leiter des Ganslwirtes) luden deshalb vergangene Woche bewusst nicht zu einer großen Pressekonferenz, sondern zu einem längeren Hintergrundgespräch und stellten für Wiener Verhältnisse durchaus gewagte, aber notwendige

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