Presseschau

Medien | Eva Weissenberger | aus FALTER 30/01 vom 25.07.2001

Staberl weg. Bibi Dragon weg. Wolf Martin reimt weiter. Über "Überfremdung", "hybride Tschechen", "Brüsseler Korruptionisten". Über die neuen ÖH-Vorsitzenden: "Drei Spitzenkommunistenweiber fungieren als Boykott-Betreiber. Wohl an denn, ihr linkslinken Kälber, befreit die Uni von euch selber." Über die Rassenunruhen in England: "Woher mag dieser Hass bloß stammen? Er stammt vom Geist humaner Heuchler. Sie sind die wahren Völkermeuchler." Wegen demORF-Gesetz ist Wolfgang Schüssel derzeit der Kronen Zeitung liebstes Hassobjekt: "Nach innen lehrerhaft und hart, nach außen von Lakaienart, bald wie ein Felsen der Moral, bald glatt und wendig wie ein Aal, und immer abgehoben, kühl - das weckt kein Sympathiegefühl." Nur einmal regte sich in den letzten Wochen Martins Sympathiegefühl für den Bundeskanzler. Vergangenen Dienstag dichtete er: "Paris, Berlin, es macht wohl Schule, zu Bürgermeistern wählt man Schwule. Und Wien spielt derzeit - schaffts Erregung? - die Welthauptstadt der Warmbewegung. Wer auf sich hält, hat wie noch nie, heut für die Homos Sympathie. Nur Schüssel ist noch homophob. Mein reaktionäres Lob."


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