Aufgeblättert

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 30/01 vom 25.07.2001

Krank". So steht es im "Jahrzehnt der schönen Frauen" von Reinald Goetz, einer Nachschrift zum monumentalen Gegenwartsprojekt "Heute morgen", immer wieder geschrieben. Damit meint der ewig junge 47-Jährige jedoch weder körperliche noch geistige Krankheiten, sondern die mit seinem Schreiben verbundenen Qualen. Das Buch führt Goetz' Tagebuchidee, die eher ein Aufzeichnen der eigenen Arbeits- und medialen Rezeptionsprozesse als des "wirklichen" Lebens meint, noch einmal für die Zeit um das Millennium fort. Der Leser leidet an vielen Stellen mit - wenn er sich durch wirre, oft völlig sinnfrei wirkende Aufzeichnungen kämpfen muss. Und findet in dem ganzen Chaos doch immer wieder Stellen von großer Klarheit, auf die die fast schon programmatische Wendung "Ich verstehe es nicht / das wird als schön empfunden" zutrifft. Der zweite Teil des Buches versammelt eine Reihe von Interviews mit dem Autor, in denen sich Goetz lockerer und sehr zugänglich präsentiert.

So richtig krank ist "Der


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