Urschleimschlacht

Film. Ivan Reitmans analfixierte Science-Fiction-Komödie "Evolution" klont sämtliche futuristischen Monster der letzten Jahrzehnte und macht Schluss mit der Millenniumspanik.

Kultur | Maya McKechneay | aus FALTER 30/01 vom 25.07.2001

Eine amerikanische Hausfrau blickt auf ihren Teppichboden. Dort kauert ein sonderbares Wesen: grün, faltig und mit einem hilflos-traurigen Blick, der an jenen von Spielbergs E.T. erinnert. Süß. Aber Obacht! - bei Berührung schießt eine fleischige Beißmaschine im "Alien"-Look aus seinem Maul und der Streichelwilligen an die Hand. "Ein Geschöpf Gottes ist das nicht!", muss die Frau feststellen - und sie hat völlig Recht.

Ivan Reitmans Monsterjäger-Komödie "Evolution" hat einiges gemein mit ihren Kreaturen. Auch sie ist ein "Bastard"-Produkt, das sich gar nicht erst bemüht, seine Ursprünge zu verbergen. Während die teils digital animierten, teils per Puppentrick belebten Wesen mal den Flugsauriern aus "Jurassic Park", mal den Bewohnern aus "Planet der Affen" ähneln, ist der Plot selbst eine Kompilation aus Reitmans eigenem Erfolgsfilm "Ghostbusters" (1984), den "X-Files", "Men in Black" und diversen B-Movies Marke "Angriff der Killertomaten!".

Nach einem Meteoriteneinschlag wird


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