Kunst Kurz

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 30/01 vom 25.07.2001

Lange hat es gedauert, bis sich in Wien eine Galerienszene von internationalem Format entwickelte. Monsignore Otto Mauer hielt seine Hand über die einzige Avantgarde-Galerie Nächst St. Stephan, die ihre Vorreiterrolle nach dessen Tod 1973 unter der Leitung von Oswald Oberhuber mit Ausstellungen von Valie Export, Jochen Gerz, Rudolf Schwarzkogler, Friederike Petzold u.a. radikaler entfaltete. Auch die 1971 gegründete Modern Art Galerie, die heutige Galerie Grita Insam, wollte von Anfang an über den einfachen Handel hinaus: Vermittlungsarbeit verschaffte Subventionen, der heute längst wieder unbekannte Begriff der Informationsgalerie kam auf. So organisierte Insam 1979 zusammen mit Nächst St. Stephan und der damals noch in Innsbruck ansässigen Galerie Krinzinger das "Internationale Performance Festival", spezialisierte sich in der Folge auf Audio-Kunst ("Audioscene Í79") und gab von 1979 bis 1982 vierteljährlich das MAG-Magazin in Kassettenform heraus. Ein artist-in-residence-Programm


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