Codename "Pischer-Rudi"

Hundekot. Jahre lang war er ein braver VP-Hinterbänkler. Jetzt will er zum prominenten Gemeinderat werden: Rudolf Klucsarits übernimmt vom "Hundstrümmerl-Karl" Franz Karl den Kampf gegen die Scheiße. Und hat keine Angst, "der Pischer-Rudi" zu werden.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 30/01 vom 25.07.2001

Es ist irgendwann nach ein Uhr nachts. Erschöpft lümmelt eine Handvoll Mandatare in den Bänken des Gemeinderatssaals. Die Journalisten sind schon lange gegangen. Am Rednerpult bemüht sich der groß gewachsene Herr mit dem weißen Haar um Aufmerksamkeit für ein sperriges Umweltthema. Die Kollegen wollen lieber nach Hause ins Bett. "Und dafür habe ich mich tagelang vorbereitet, war total nervös." Wenn er an seine erste Rede im Wiener Gemeinderat vor fünf Jahren denkt, muss Rudolf Klucsarits noch heute schmunzeln. Obwohl der VP-Umweltsprecher seitdem immer wieder gegen die Erschlaffung der Kollegen ankämpfen musste - als einer der Redner, deren Themen auf der kommunalen Prioritätenliste weiter unten rangieren: Mülldeponien und verbleites Trinkwasser müssen warten.

Das könnte sich bald ändern. Der bislang eher unauffällige 61-jährige Politiker steht vor einem massiven Popularitätsschub: Er ist der Mann, der sich künftig um die Scheiße der Stadt kümmern soll. Als Nachfolger


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