Tier der Woche: Fremde Heimat

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 30/01 vom 25.07.2001

In der ho. Sommerserie "Gefährliche Tiere im Ausland" stellt sich nun die Frage, wo denn das Ausland eigentlich anfängt. Denn für manche beginnt bereits in Simmering der Balkan, während andere sich als Weltbürger auch in New York noch heimisch fühlen. Was aber, wenn das Ausland zu uns kommt und ein Breitschnauzenkaiman im Wiener Donaukanal dümpelt? Dann freuen wir uns. Denn in New York erwies sich das Gerücht von den in der Kanalisation hausenden Krokodilen bloß als urbaner Mythos. Doch Wien ist anders. Weltoffen. Und so bereicherte letzte Woche ein real existierendes südamerikanisches Reptil unsere heimischen Fließgewässer. Aber wir sind auch ein bisschen betroffen wegen den falschen Tierfreunden und zerdrücken ein paar Krokodilstränen, wenn wir den im orientalischen Bazar erstandenen Wüstenrennmäusen zu Hause im Beserlpark dann ihre "Freiheit" zurückgeben.

Die Fama vom Krokodil, das sein Opfer verschlingt und dabei heuchlerisch dessen Tod beweint, findet sich schon im


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