Der Zirkusbär lebt

Vorwort | ANTON PELINKA | aus FALTER 31/01 vom 01.08.2001

ÖGB Von einem, der auszog, sich das Fürchten abzugewöhnen. Für den ÖGB geht es um den Nachweis, dass er noch am Leben ist. 

Der ÖGB-Bundesvorstand hat - auch mit den Stimmen der Fraktion Christlicher Gewerkschafter - beschlossen, im Herbst seine Mitglieder in einer Urabstimmung zu befragen. Gegenstand dieser direkten Gewerkschaftsdemokratie soll sein, inwieweit die "Basis" der Gewerkschaften bereit ist, der Politik der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung nötigenfalls auch mit gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen entgegenzutreten.

  Den französischen Gewerkschaften (CGT oder CFDT oder FO) würde ein solches Vorgehen sehr befremdlich erscheinen. Denn die Basis dieser Arbeitnehmervertretungen unterscheidet sich von der des ÖGB in mehrfacher Hinsicht:

  Die französischen Gewerkschaften sind ideologisch fragmentiert. Aus diesem Grund hat sich eine Kultur des Wettbewerbes zwischen den Gewerkschaften etabliert, die der Kampfbereitschaft der "Basis" nützt. Die österreichischen Gewerkschaften


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