EINE INHAFTIERTE IM INTERVIEW: "Keine schwarzen Blockbildungen"

Politik | aus FALTER 31/01 vom 01.08.2001

Die Video-Künstlerin Gini M. wurde am Sonntag vor eineinhalb Wochen in Italien festgenommen und sitzt derzeit in Voghera im Gefängnis. Ihr und den 25 anderen verhafteten Globalisierungskritikern - darunter 15 Österreicher, unter anderem von der aktionistischen Schauspielgruppe "VolxTheaterKarawane" - wird "Vandalismus, Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation" vorgeworfen. Vor dem Start der NoBorder-Tour, im Rahmen derer die Karawane durch Europa reist, um gegen Wirtschaftsgipfel und Reisebeschränkungen zu demonstrieren, gab M. Rosemarie Reitsamer von Malmoe, einer Zeitung für linke Politik und Popkultur, ein Interview.

Frage: Was ist die NoBorder-Tour?

Gini M.: Vor zwei Jahren, als erstmals Schengenpolitik europaweit betrieben wurde, hat sich das NoBorder-Netzwerk gebildet. Seither gibt es jedes halbe Jahr ein europäisches NoBorder-Koordinationstreffen und eine Mailing-List, über die die Kontakte aufrechterhalten werden. Inzwischen


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