Proleten raus, Herr Amon?

Politik | FLORIAN KLENK und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 31/01 vom 01.08.2001

AHS-EIGNUNGTESTS. ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon über Niveauunterschiede in den Schulen, Prüfungsstress, den Nachwuchs von Primarärzten und warum er für den "Falter" nicht schlussrechnen will.  

Werner Amon hatte einen Dreier im Volksschulzeugnis. Trotzdem wusste er mit zehn: "Ich werde Jus studieren." Also streberte Amon für den "Schulreifetest" - und schaffte es: Der heutige Bildungssprecher der ÖVP hatte sich damit die Hauptschule erspart. In Zukunft sollen - geht es nach Amon und seinem FPÖ-Kollegen Karl Schweitzer - wieder Tests für Volksschüler eingeführt werden. Auch für die ohne Dreier. "Damit das Niveau der Hauptschulen wieder angehoben wird und diese nicht zu Restschulen" verkommen, sagt Amon. Der ÖVP-Mandatar möchte alle Viertklässler einem "dreistufigen Verfahren" unterziehen, das aus einem Urteil der Volksschullehrer, einem Prognosetest, wie sich der Schüler entwickeln wird, und einer Prüfung in den Hauptfächern besteht. Erst 1982 wurden die Aufnahmeprüfungen


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