Kommentar: MuQua: Der Betrieb sind wir!

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 31/01 vom 01.08.2001

Im MuQua kriselt es, war kürzlich im U-Bahnexpress zu lesen. Dem Leser wurde die Situation folgendermaßen dargestellt: "Kleine Kulturbetriebe, die keinen fixen Mietvertrag haben, werden mit versteckten und unattraktiven Räumlichkeiten vergrault." Wenige Tage später berichtete auch die Süddeutsche Zeitung vom Krach im Museumsquartier.

Die Insistenz der Public Netbase hat sich gelohnt - zumindest für den Computerverein selbst. Waren es vorher die Querelen über die ausbleibenden Subventionen durch den Bund (die mittlerweile von der Stadt Wien übernommen wurden), so erzeugt jetzt die Auseinandersetzung über die Mieten (siehe S. 53) eine starke Medienresonanz. Um die politische Bedeutung des Mietstreits pathetisch zu unterstreichen, hat die Netbase zur Eröffnung des MuQuas ein Militärzelt mit Sandsäcken in einen Innenhof platziert. "Freie Meinung, freie Medien", steht martialisch auf dem Zelt. Stellvertretend für die - leise gewordene - Oppositionsbewegung gegen die schwarz-blaue


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