NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 31/01 vom 01.08.2001

JAZZ

Bugge Wesseltoft: Moving

Beady Belle: Home

beide: Jazzland/Universal

Norwegen gilt seit langem als eines der Hauptländer für innovativen Jazzexport. Warum die Alben von Bugge Wesseltoft für eine "New Conception of Jazz" stehen sollen, wie darauf zu lesen steht, ist nicht ganz nachvollziehbar. Nachdem die Musik in den Chill-out-Kammern der Ambient-Musik bis zur Zähflüssigkeit abgekühlt wurde, werden ihr die handelsüblichen flirrenden Beats unterlegt, auf die man gerne zurückgreift, wenn man den Jazz-Muff aus den Socken kriegen will. Oder es wird eben eine simple repetitive Figur eines akustischen Basses ostentativ nach vorne gemischt. Wars das? Weitgehend, denn was Wesseltoft am Fender Rhodes, vor allem aber am Flügel spielt, ist von einer prätentiösen Schlichtheit, die kaum ein Klischee auslässt. Für das, was man darauf zu hören kriegt, sind die einzelnen Tracks jedenfalls entschieden zu lang.

Jetzt soll man aber auf Bugge Wesseltoft nicht nur schimpfen. Er hat zum Beispiel


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