Morbus Kitschahara

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 31/01 vom 01.08.2001

SALZBURG: SCHAUSPIEL Zwei Debüts, kein Vergleich: Der Romancier Christoph Ransmayr blamiert sich mit seinem ersten Stück "Die Unsichtbare"; dem Spanier Calixto Bieito gelingt in seiner ersten deutschsprachigen Inszenierung das Kunststück, mit "Macbeth" zu provozieren.

 Wieder einmal begann alles damit, dass Claus Peymann keinen Schmäh versteht. Auf seinen Wanderungen mit Christoph Ransmayr hatte der berühmte Theaterdirektor den berühmten Romancier immer wieder zu überreden versucht, doch einmal fürs Theater zu schreiben. Weil es dem Schriftsteller mit der Zeit lästig wurde, dem Regisseur wieder und wieder erklären zu müssen, dass er nicht daran denke, begann Ransmayr, abstruse Stück-Ideen zu spinnen, die in der Fantasie der beiden Wanderer dann umgehend "inszeniert" wurden. Das "Luftburgtheater" (wie Ransmayr diese imaginären Aufführungen in Peymanns Wiener Abschiedsbuch "Weltkomödie Österreich" scherzhaft nannte) sorgte auf ihren Ausflügen an die Klippen der irischen

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