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Vorwort | armin thurnher | aus FALTER 32/01 vom 08.08.2001

Bis zum Erscheinen des letzten Falter war im Außenministerium die Welt in Ordnung. Die Außenministerin unterstellte, die in Genua einsitzenden VolxTheater-Leute seien selber schuld und berief sich auf Informationen aus dem Innenministerium. Als der Falter aufdeckte, dass die angeblich gewaltbereiten Schauspieler unbescholten waren, änderte die Außenministerin ihre Haltung. Vorverurteilung? Meine Rede von gestern? Heute sagt sie: Ich doch nicht!

  Der Innenminister soll's gewesen sein. Zwar wird Frau Ferrero ihren eigenen Anteil an dem Skandal, österreichische Bürger im Ausland vorverurteilt und als Außenministerin nicht selbst in Italien interveniert zu haben, nicht so schnell vergessen machen können. Aber das Innenministerium war nicht unbeteiligt, wie Florian Klenk und Eva Weissenberger diese Woche nachweisen. Denn die Auskunft, die man der Außenministerin erteilte, berief sich offenbar auf dubiose Quellen, nämlich auf Spitzel oder Informanten. Klenk und Weissenberger bringen


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