Strassers sensible Spitzel

Politik | FLORIAN KLENK und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 32/01 vom 08.08.2001

GENUA Nicht nur die Außenministerin, vor allem das Innenministerium handelte in der VolxTheater-Affäre dubios. Die Karawane wurde monatelang von verdeckten Staatspolizisten bespitzelt. Warum hielten Strassers Beamte entlastende Indizien zwei Wochen lang zurück? Schlamperei oder politische Absicht?  FLORIAN KLENK und EVA WEISSENBERGER

Vergangene Woche fühlte sich sogar der Innenminster bespitzelt. "Woher haben Sie meine Handynummer?", fragte Ernst Strasser. "Vom Außenamt, mit Ihrer Zustimmung, wie ich annehme?", antwortete der Anrufer. "Keineswegs!", donnerte der Minister: "Vernichten Sie die Nummer, sonst muss ich sie ändern!"

  Der Anrufer war kein subversives Element des schwarzen Blocks, sondern ein besonders hartnäckiges Mitglied der grünen Truppe. Der EU-Parlamentarier Johannes Voggenhuber versuchte den Innenminister über seine Fact-Finding-Mission in jenen italienischen Gefängnissen zu informieren, wo seit mittlerweile zweieinhalb Wochen 25 Schauspieler der "VolxTheaterKarawane"


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