BRIEF EINES INHAFTIERTEN

Politik | aus FALTER 32/01 vom 08.08.2001

"Mache mir (wirklich) in die Hose"

Es dringt nicht viel nach außen. Die Mitglieder der VolxTheaterKarawane hatten vergangene Woche noch immer keinen Kontakt zu ihren Verwandten. Nur die Mitarbeiter des österreichischen Konsulates in Mailand und der grüne Abgeordnete Johannes Voggenhuber durften die Schauspieler besuchen. Ein inhaftierter Schauspieler hat seine Erlebnisse niedergeschrieben. Dem Falter liegt der Brief aus dem Gefängnis in Alessandria in voller Länge vor. Er schildert die Verhaftung, Erniedrigungen und Misshandlungen durch die italienische Polizei:

Die Verhaftung am 22. Juli um 18 Uhr, auf einem Parkplatz nördlich von Genua:

Plötzlich sind rund um uns Typen mit gezogenen Pistolen und Schlagstöcken. Zuerst sehe ich nur Zivilisten, dann auch Carabinieri mit ihren absurden Uniformen und Maschinenpistolen. Die Waffen sind alle auf uns gerichtet. Uns wird teilweise auch mit dem Knüppel - aber noch keine Schläge - klargemacht, dass wir uns alle am Bus entlang aufstellen sollen.


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