Kritik und Kriminal

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 32/01 vom 08.08.2001

STEIN-AFFÄRE Volksanwalt Ewald Stadler hat Stein kontrolliert. Ergebnis: keine besonderen Vorkommnisse. Unterdessen sperrt die Justiz einen Insassen, der sich über Misshandlungen beschwert hatte, zwei Monate zusätzlich ein. Die Anrede "Giftler" sei für ihn "richtig". FLORIAN KLENK

Ewald Stadler war einen Tag in der Justizanstalt Stein. Seinen Besuch hatte der FPÖ-Volksanwalt drei Tage zuvor angekündigt. Der ehemalige Mandant von Justizminister Dieter Böhmdorfer legte dabei auf eines Wert: "Das Essen soll bitte so wie immer sein!" Stadler schmeckte es. Vorher studierte Stadler noch die Akten jener fünf mysteriösen Todesfälle, die im Juni und Juli die Anstalt erschütterten. Sein Resümee: Keine Kritik am Kriminal. Der Mann, der am "Bett mit Gurten" starb, war zu Recht die ganze Nacht angeschnallt. Stadler: "Man wollte ihn nicht wecken." Der Darmverschluss, an dem er verstorben war? "Den hat er gar nicht gespürt, wegen der Psychopharmaka." Die wohltemperierte Saunazelle, in der


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