WIENZEUG

Politik | aus FALTER 32/01 vom 08.08.2001

98 Tage Stadtregierung Eigentlich fehlten noch zwei Tage zum Hunderter, doch Ex-Vizebürgermeister und ÖVP-Chef Bernhard Görg konnte es nicht mehr erwarten, mit der SPÖ-Alleinregierung abzurechnen. "Die SPÖ verfügt über eine riesige Orgel, aber bis jetzt ist nur der Ton einer Maultrommel herausgekommen", sagt Görg. Und das könne nur - erraten - mit dem vom Wahlergebnis erzwungenen Abschied der ÖVP aus der Stadtregierung zu tun haben. Von einer "neuen Gründerzeit" hätten zu seinen Zeiten manche Wiener frohlockt, sagt Görg. Und jetzt? Nichts als Versäumnisse: Fehlende Dynamik, knieweiche Haltung gegenüber der Infrastrukturministerin, Ignoranz gegenüber der Arbeitslosigkeit, einfallslose Verkehrspolitik. FPÖ-Chef Hilmar Kabas ergänzte: Er vermisse bei den Sozis die "Demut". Die Reaktion der SPÖ fiel knapp aus. Die Regierung sei dabei, ein "engagiertes" Programm umzusetzen. Beispiele: Die Neuorganisation des Krankenanstaltenverbundes, die Wohnbeihilfe auch für Private und


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