Get to Attack!

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 32/01 vom 08.08.2001

MUSIK Das Projekt Brothers Keepers nutzt HipHop zur Artikulation politischer Anliegen und empfiehlt die geballte Faust als antirassistisches Mittel.  GERHARD STÖGER

Ich habe erkannt: Fremd im eigenen Land. Kein Ausländer, und doch ein Fremder!", rappten Advanced Chemistry 1992 in ihrem HipHop-Klassiker "Fremd im eigenen Land" über die problematische Lebensrealität jener Deutschen, die in ihrer Physiognomie nicht der bleichgesichtigen Norm entsprechen. Das Stück erschien zu einem Zeitpunkt, als Deutschland gerade zur Hauptsendezeit von der mörderischen Artikulation eines kranken Volksempfindens erschüttert wurde - brennende Asylbewerberheime inklusive. Knapp zehn Jahre später sind die ausführlichen Berichte über rechtsradikale Gewalt zwar aus den Medien verschwunden - was sich vom rassistischen Terror auf der Straße nicht behaupten lässt.

  Mit dem Projekt Brothers Keepers verabschiedet sich ein Zusammenschluss afrodeutscher HipHop-Künstler jetzt von jenem kiffköpfigen Partyspaß,


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