KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 32/01 vom 08.08.2001

Meine Formel für die Größe am Menschen ist amor fati: Das Notwendige nicht bloß ertragen, noch weniger verhehlen, sondern es lieben!" Diesen exzentrischen Leitspruch Nietzsches aus dem Buch "Ecce homo", das überdies den schönen Untertitel "Wie man wird, was man ist" trägt, scheint sich die Kunsthalle auf ihre Fahnen geheftet zu haben. Schon die Verhüllung des Containers am Karlsplatz durch ein Transparent, das die Fassade der Winterreithalle zeigte, offenbarte vorauseilende Schicksalsergebenheit, und auch mit dem Thema ihrer ersten großen Ausstellung "Eine barocke Party" (bis 16.9.) übt sich die Kunsthalle im emphatischen Ja-Sagen. Nach "pyromantischer Serenade" und anderem Eröffnungsstress lässt sich nun in sommerlicher Ruhe erkunden, welche Spuren der dekadenten Epoche die Kuratoren in der Gegenwartskunst orten. Die präsentierte Auswahl sucht offensichtlich einen Mittelweg aus Eyecatchern und komplexeren Positionen, was ganz gut funktioniert: So engagierte man die Briten


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