"Der Tod für den Markt"

Stadtleben | JULIA ORTNER und KLAUS STIMEDER | aus FALTER 32/01 vom 08.08.2001

HANNOVERMARKT Kleiner und moderner soll der traditionelle Brigittenauer Hannovermarkt, ein multikulturelles Grätzelzentrum, nach den Plänen der Bezirksvorstehung werden: Dafür soll er radikal geschleift werden. Zu brutal, meinen die Bürger und wehren sich.   JULIA ORTNER und KLAUS STIMEDER

Schreiben Sie doch einfach Orientalen." Obwohl sich die beiden Kaufmänner legal in Österreich aufhalten, wollen sie weder ihre Namen noch ihren genauen Beruf noch das Land, aus dem sie kommen, nennen. Zu gefährlich, das brächte bloß Schwierigkeiten. "Wir haben Angst", sagen sie. Angst vor wem? "Angst vor dem Magistrat, vor dem Amt." Es fällt nicht leicht, dieser Tage Gesprächspartner am Hannovermarkt im Herzen der Brigittenau zu finden. Vor allem, wenn der eine Pächter eines Marktstandls, der andere sein Angestellter ist und sie beide die Liste der Bürgerinitiative "Verein der Freunde des Hannovermarkts" unterschrieben haben. "Ein typischer Fall", sagt Ahmed Farrag, einer der Initiatoren

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