Avanti Dilettanti

Politik | FLORIAN KLENK / Genua | aus FALTER 33/01 vom 15.08.2001

GENUA. Der VolxTheater-Prozess bringt Innenminister Ernst Strasser in schwere Bedrängnis. In einem italienischen Polizeidossier wird festgehalten, dass das Innenministerium die Schauspieler am Telefon als Mitglieder des schwarzen Blocks bezeichnet hatte. Ohne Beweise. Doch wer braucht die hier schon? 

Draußen schieben ein paar Demonstranten gerade ein Theater-Pferd vor die Eisentore des Palazzo di Giustizia. "Freedom for free Theatre", steht da drauf. Rund hundert Demonstranten hatten sich vergangenen Montag in Genua eingefunden. Viele kamen aus Wien angereist, um ihren Freunden bei der Haftprüfungsverhandlung beizustehen. Mißtrauisch und nervös wirken sie. Birgit Hebein, eine Sprecherin der VolxTheaterKarawane, sagt nur zwei Sätze: "Wenn Fakten eine Rolle spielen, müssen sie freikommen. Alles andere wäre eines Rechtsstaates unwürdig." Das genügt.

  Zu Redaktionsschluss (Dienstag Mittag) sprach vieles dafür, dass die Schauspieler schon bald aus der Haft entlassen werden.

Doch


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