"Ich bin ein Bastard"

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 33/01 vom 15.08.2001

PORTRÄT. In Genua hatte der gereifte Grüne Johannes Voggenhuber seinen besten Auftritt seit langem. Wie der ewig Unverstandene die Welt verändern wollte - und dabei selbst verändert wurde. 

Plötzlich hat ihn jemand angeknipst. Das erste Mal seit vielen Jahren. Immer wenn der Schalter auf "on" steht, erzählen Grüne, ist Johannes Voggenhuber nicht zu bremsen. Dann zieht er die Augenbrauen weit nach oben, setzt eine dramatische Miene auf und reiht Worte zu einer kunstvollen Kette aneinander. Das Resultat diesmal: höchst erfreulich. Während sich die Außenministerin einbunkerte, spielte Voggenhuber in Genua den Anwalt der nach dem G-8-Gipfel inhaftierten VolxTheater-Aktivisten. Star und Staatsmann im Sommerloch. Das Publikum applaudierte. Sogar die Grünen klatschten. "Ich habe ihn extra angerufen, um ihm zu gratulieren", erzählt Monika Langthaler, ehemalige Nationalrätin der Grünen.

  Vor ein paar Jahren klang Langthaler noch weniger liebenswürdig. "Johannes Voggenhuber ist


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