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Politik | aus FALTER 33/01 vom 15.08.2001

Keine Demo ohne Kurto Sechs Monate nach der Opernball-Demonstration hat Kurt Wendt, Aktivist des Aktionskomitees gegen Schwarz-Blau, nun eine Verwaltungsstrafe in der Höhe von 2000 Schilling wegen Nichtankündigung einer öffentlichen Kundgebung erhalten. Der Beweis, dass Wendt die Demonstration organisiert hat: Die Aktion "Checkpoint Opera", bei der Regierungsgegner anlässlich des Wiener Opernballs zentrale Verkehrsknotenpunkte blockieren wollten, wurde auf einer Homepage angekündigt, deren Inhaber die "Gesellschaft zur Förderung von Studium und Wissenschaft" ist. Der Obmann dieser Gesellschaft ist Wendt. Dieser ärgert sich gleich dreifach: "Erstens wurde ,Checkpoint Opera' auf dreißig weiteren Internetseiten angekündigt. Zweitens hat die Blockadeaktion gar nicht stattgefunden, sondern lediglich eine normale Donnerstagsdemo, die zur Oper ging. Drittens wäre ich gerne demonstrieren gewesen, konnte aber nicht, weil ich krank im Bett lag. Und dafür werde ich jetzt auch noch bestraft."


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