Kommentar: Künstlerhaus: Zum Sterben gerade genug

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 33/01 vom 15.08.2001

"Sollten wir gar keine öffentlichen Mittel mehr erhalten, werden wir den Betrieb drastisch reduzieren", sagte Manfred Nehrer, Präsident des Wiener Künstlerhauses (k/haus) im Mai dieses Jahres zum Falter. Die Botschaft Nehrers verhallte damals ungehört. Daher stieß Nehrer letzte Woche im Standard einen noch spitzeren Schrei aus: "Wenn wir nicht doch noch vom Bund oder der Stadt Wien unterstützt werden, müssen wir den öffentlichen Betrieb mit Februar 2002 sperren."

Es ist kein falscher Alarmismus, der Nehrer so drastisch formulieren lässt. Erhält das k/haus wie bisher nur vier Millionen Schilling an Subventionen (zwei vom Bund, zwei von der Stadt), muss es den Betrieb auf ein Minimum reduzieren. Der Grund dafür liegt darin, dass Anfang nächsten Jahres ein Vertrag mit dem Kulturministerium ausläuft, der zusätzliche zehn Millionen garantierte. Dafür konnten Bundesmuseen das Gebäude sechs Monate lang für eigene Ausstellungsprojekte nutzen.

Obwohl diese Situation sowohl den zuständigen


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