Besuch im Bubenclub

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 33/01 vom 15.08.2001

MUSIK. Die deutschsprachige HipHop-Szene war jahrelang nahezu ausschließlich männlich dominiert. Jetzt greifen endlich auch junge Rapperinnen wie Nina, Fiva MC oder Pyranja zum Mikro und bringen selbstbewusst Bewegung in die pubertäre Männerwelt HipHop. 

Als der deutsche Musikfernsehsender Viva vor wenigen Wochen zu einem großen HipHop-Konzert samt zugehöriger Freestyle-Session ins Wiener WUK geladen hatte, bot sich vor dem Auftritt der eigentlichen Hauptacts ein charakteristisches Bild der Szene. 32 lokale Nachwuchsrapper traten in - vielfach unfreiwillig komischen - Zweierpaarungen zum verbalen Wettstreit an und kämpften mit mehr oder weniger ausgetüftelten Vierzeilern um die Gunst des jugendlichen Publikums. Das Verhältnis zwischen Jungs und Mädels war dabei relativ ausgewogen - allerdings nur unten, bei den Zuseherinnen und Zusehern. Oben, auf der Bühne, stand es 31:1 für die Jungs.

  Ein Ungleichgewicht, das auch den vor wenigen Monaten erschienenen Sampler "Boombap -


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