Schreck lass nach

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 33/01 vom 15.08.2001

FILM. "Shadow of the Vampire" erzählt die "wahre" Geschichte des Klassikers "Nosferatu" - je blöder der Film wird, desto besser. 

Angeblich hat sich der Filmpionier Georges Méliès schon anno 1896 an einer Vampirgeschichte versucht. Seinen großen Siegeszug im Kino jedoch trat der Vampirismus mit "Nosferatu" an, jenem stilbildenden Meisterwerk, das der schwule deutsche Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau unter dem Eindruck des verlorenen Ersten Weltkriegs und der verheerenden Grippeepidemie des Winters 1919/20 realisierte.

  Wie bekannt, hat der untote Blutsauger die Leinwand seither unter verschiedenen Namen und in jeder nur denkbaren Kostümierung heimgesucht: als der Vampyr, als Dracula, Count Alucard, Graf Krolok und, 1978, in Werner Herzogs gleichnamigem Remake, erneut auch als Nosferatu selbst. Es war nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand auf die Idee zu "Shadow of the Vampire" kommen musste (und die geht ungefähr so):

  Murnau reist für die Dreharbeiten seines neuen Films


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