Stuttgart ist andersrum

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 33/01 vom 15.08.2001

LITERATUR. Der Theaterregisseur Hans Neuenfels hat sein zweites Buch geschrieben. 

Hans Neuenfels ist einer jener deutschen Regisseure, für die in den Siebzigerjahren der Begriff "Regietheater" geprägt wurde. Gemeint ist damit ein Theater, in dem sich der Regisseur selbst als eigentlicher Autor des Abends begreift. Der 60-jährige Neuenfels, der bei den Salzburger Festspielen gerade "Die Fledermaus" inszeniert, gehört bis heute zu den interessantesten, weil persönlichsten Regisseuren seiner Generation. Zudem ist er einer der wenigen, die sich nicht nur auf der Bühne als Autoren begreifen: Zehn Jahre nach dem Roman "Isaakaros" (1991) legt er nun sein zweites Buch, die Erzählung "Neapel oder die Reise nach Stuttgart", vor. Anders als bei seinem mythologisierend-autobiografischen Debüt steht diesmal allerdings nicht der Autor selbst im Zentrum der Handlung, sondern eine 47-jährige Frau namens Katharina Studer.

  Katharina lebt mit dem Versicherungskaufmann Herbert und ihren zwei


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