Kein Schwein zu sehen

Stadtleben | Nina Horaczek | aus FALTER 33/01 vom 15.08.2001

FLEISCHERZEUGUNG. Die Lebensmittelkette Merkur/Billa verspricht "Bauernhofgarantie", das "AMA-Gütesiegel" wirbt mit idyllischen Landschaftsbildern für seine Produkte. Doch wie hat mein Schnitzel wirklich gelebt? Eine Spurensuche von   

Ich hätte es gerne Fritz genannt. Oder auch Rudi. In Wahrheit hieß es AT31181106. Und sogar das war nur seine Betriebsnummer. Aufgeklebt auf ein mit Folie überzogenes Schweinsschnitzel, das in einer Billa-Filiale im Kühlregal lag. "Bauernhofgarantie" stand darauf. "Schweinsschnitzel, geschnitten. Geboren und geschlachtet in Österreich vom Bauernhof Franz P." Das macht natürlich neugierig. Die Werbung zeigts: fröhliche Bauern in ländlicher Idylle, daneben glückliche Schweine im Stroh oder auf der Wiese. Was herauskommt, ist ein gesundes, fröhliches Schnitzel. Und wie war das eigentlich bei AT31181106?

  Zugegeben, unsere Beziehung war nicht gerade intim. Ich habe kaum mehr als ein Prozent von ihm kennen gelernt. Ein ausgewachsenes Mastschwein

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