Wer darf zuwandern? Schlüsselkräfte & Deutschtests

Politik | aus FALTER 34/01 vom 22.08.2001

Einfache Arbeitskräfte aus "Drittstaaten" (nicht EU-Ländern) haben kaum noch eine Chance, nicht nur für ein paar Saisonen, sondern auf Dauer in Österreich bleiben zu dürfen. Es sei denn, ein Abwäscher steigt zum Chef de Cuisine auf und verdient dann mehr als 26.000 Schilling im Monat. Denn eine Niederlassungsbewilligung bekommen nach den Plänen der Regierung in Zukunft nur noch "Schlüsselarbeitskräfte". Darunter fallen laut Ministerratsentwurf Leute, die "über eine besondere, am inländischen Arbeitsmarkt nachgefragte Ausbildung verfügen" und eben mindestens 60 Prozent der Höchstbemessungsgrundlage verdienen.

  Nur im Bergbau, bei der OMV, im Fahrzeugbau und bei der Energie- und Wasserversorgung liegt der Median-Lohn (die Hälfte der Löhne liegt darüber, die Hälfte darunter) von Arbeitern um die 26.000 Schilling. Für Arbeiterinnen wird es noch schwerer: Lediglich bei der OMV würden sie genug verdienen. Der Median-Lohn im Gesundheitswesen liegt für Männer knapp über


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